Stalking Opfer befinden sich in extremer Not
Stalking Opfer befinden sich in extremer
Not
Opfer von Stalking sind oft in einer sehr verzweifelten Lage, psychisch wie
physisch. Sie leben in ständiger Angst,
dass der Stalker oder die Stalkerin zuschlägt und übergriffig wird. Schlaflose
Nächte, Panikattacken, Verfolgungswahn,
Konzentrationsschwäche, Zittern, Herzrasen, Kopfschmerzen, Weinkrämpfe, Verzweiflung, Depressionen, Angstzustände, Schreikrämpfe, Paranoia,
Flucht, Verstecken, Berufs- und
Arbeitsplatzwechsel, extremes Sicherheitsempfinden, Misstrauen gegenüber
anderen, schwindende Lebensqualität, sinkendes Selbstbewusstsein, Verlust von
Freunden, finanzieller Verlust durch
verstärkte Sicherheitsmaßnahmen, zerstörte Netzwerke, Wechsel von
Telefonnummern und Emailadressen, Verlust von Informationen, eigene Fehler
durch extreme Belastungen, Zerstören der eigenen Familie, Belastung für Partner
und Kinder und vieles mehr.
Opfer von Stalkern kapseln sich selbst zunehmend ab
und vereinsamen immer mehr. Sie
brechen Kontakte ab, weil sie sich nicht mehr raus trauen. Ihre Netzwerke gehen
in die Brüche. Manchmal fühlen sich Opfer sogar in einer so ausweglosen Lage,
dass sie an Selbstmord denken.
Bis wirkungsvolle Hilfe ankommt, sind oft
schon dauerhafte Schäden
eingetreten. Oft leiden Personen, die von Stalkern verfolgt wurden, jahrelang
unter diesen massiven Belästigungen. Selbst wenn der Stalker verurteilt wurde
und eventuell sogar eine Strafe absitzt, geistern in Ihrem Kopf immer noch die
Bilder.
Vor allem haben Sie aber Angst vor dem Tag, an
dem der Stalker/die Stalkerin wieder frei herum läuft. Die Situation ähnelt der
eines Kronzeugen in den USA, der nach seiner Aussage dann in ein so genanntes
Zeugen-Schutz-Programm aufgenommen wird: mit neuer Identität, neuem Namen,
neuer Wohnung, sogar Gesichtsoperationen, um das eigene Aussehen zu verändern,
mit weiterem Schutz durch Detektive oder Polizei, mit einem neuen Job, ohne
Freunde und so weiter. Und dennoch können Betroffene oft jahrelang unter posttraumatischen psychischen Störungen
leiden.
Opfer von Stalking brauchen oft auch psychologischen Beistand, manchmal
sogar jahrelange Therapien, um das Trauma durch Verfolgung aufzuarbeiten. Aus
psychischen Schäden werden dann auch körperliche
Beschwerden, etwa anhaltende Kopfschmerzen, Magenkrämpfe, Rückenschmerzen,
Migräne-Anfälle, Durchfall, Atemnot und vieles mehr. Das kann sich zu chronischen dauerhaften Krankheiten auswachsen.
Sogar das
Lebensalter von Stalking-Opfern sinkt spürbar, wie Wissenschaftler
herausgefunden haben, oft um mehrere Jahre, je nach Beeinträchtigung. Menschen
sind unterschiedlich disponiert: Der eine steckt es leichter weg, ein anderer
nimmt es sich schwerer zu Herzen. Die Folgen des Nachstellens können also unterschiedlich
ausgeprägt sein und mehr oder weniger heftig ausfallen.
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