Donnerstag, 24. Dezember 2015

Stalking Opfer

Stalking Opfer befinden sich in extremer Not



Stalking Opfer befinden sich in extremer Not


Opfer von Stalking sind oft in einer sehr verzweifelten Lage, psychisch wie physisch. Sie leben in ständiger Angst, dass der Stalker oder die Stalkerin zuschlägt und übergriffig wird. Schlaflose Nächte, Panikattacken, Verfolgungswahn, Konzentrationsschwäche, Zittern, Herzrasen, Kopfschmerzen, Weinkrämpfe, Verzweiflung, Depressionen, Angstzustände, Schreikrämpfe, Paranoia, Flucht, Verstecken, Berufs- und Arbeitsplatzwechsel, extremes Sicherheitsempfinden, Misstrauen gegenüber anderen, schwindende Lebensqualität, sinkendes Selbstbewusstsein, Verlust von Freunden, finanzieller Verlust durch verstärkte Sicherheitsmaßnahmen, zerstörte Netzwerke, Wechsel von Telefonnummern und Emailadressen, Verlust von Informationen, eigene Fehler durch extreme Belastungen, Zerstören der eigenen Familie, Belastung für Partner und Kinder und vieles mehr.

Opfer von Stalkern kapseln sich selbst zunehmend ab und vereinsamen immer mehr. Sie brechen Kontakte ab, weil sie sich nicht mehr raus trauen. Ihre Netzwerke gehen in die Brüche. Manchmal fühlen sich Opfer sogar in einer so ausweglosen Lage, dass sie an Selbstmord denken.

Bis wirkungsvolle Hilfe ankommt, sind oft schon dauerhafte Schäden eingetreten. Oft leiden Personen, die von Stalkern verfolgt wurden, jahrelang unter diesen massiven Belästigungen. Selbst wenn der Stalker verurteilt wurde und eventuell sogar eine Strafe absitzt, geistern in Ihrem Kopf immer noch die Bilder.

Vor allem haben Sie aber Angst vor dem Tag, an dem der Stalker/die Stalkerin wieder frei herum läuft. Die Situation ähnelt der eines Kronzeugen in den USA, der nach seiner Aussage dann in ein so genanntes Zeugen-Schutz-Programm aufgenommen wird: mit neuer Identität, neuem Namen, neuer Wohnung, sogar Gesichtsoperationen, um das eigene Aussehen zu verändern, mit weiterem Schutz durch Detektive oder Polizei, mit einem neuen Job, ohne Freunde und so weiter. Und dennoch können Betroffene oft jahrelang unter posttraumatischen psychischen Störungen leiden.

Opfer von Stalking brauchen oft auch psychologischen Beistand, manchmal sogar jahrelange Therapien, um das Trauma durch Verfolgung aufzuarbeiten. Aus psychischen Schäden werden dann auch körperliche Beschwerden, etwa anhaltende Kopfschmerzen, Magenkrämpfe, Rückenschmerzen, Migräne-Anfälle, Durchfall, Atemnot und vieles mehr. Das kann sich zu chronischen dauerhaften Krankheiten auswachsen.

Sogar das Lebensalter von Stalking-Opfern sinkt spürbar, wie Wissenschaftler herausgefunden haben, oft um mehrere Jahre, je nach Beeinträchtigung. Menschen sind unterschiedlich disponiert: Der eine steckt es leichter weg, ein anderer nimmt es sich schwerer zu Herzen. Die Folgen des Nachstellens können also unterschiedlich ausgeprägt sein und mehr oder weniger heftig ausfallen.

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