Freitag, 25. Dezember 2015

Stalking was tun?

Stalking was tun?



Stalking was tun? Wie verhalte ich mich zunächst?


Oft erkennt man nicht sofort, dass jemand einem bewusst nachstellt. Man nimmt es auf die leichte Schulter, fühlt sich vielleicht noch geehrt, dass Ihnen plötzliche Aufmerksamkeit geschenkt wird. Meist ist es dann schon zu spät, auf Abwehr zu schalten. Sie sind zu weit gegangen und haben dem Stalker zu viel erlaubt. Jetzt noch den Rückwärtsgang einzulegen, wird schwierig. Und dennoch müssen Sie.

Wenn Sie erkennen, dass jemand Sie unangemessen oft kontaktiert, machen Sie unmissverständlich klar, dass Sie dies nicht wünschen – auch mit drastischen Worten: „Du, ich empfinde nichts für Dich, ich kann Deine Liebe leider nicht erwidern, Du bist nicht mein Typ, Du gefällst mir nicht!“ Klare Ansage, kein Herumeiern wie „Ich find Dich ja toll, aber mit uns wird es nichts!“

Meistens machen Opfer den wirklich dummen Fehler, nicht klar „Nein“ zu sagen, sondern um Kampf und Streit aus dem Weg zu gehen sich nicht klar zu wehren. Dabei verstehen Stalker nur eine Sprache, nämlich die der klaren Kante. „Ich will das nicht, bitte unterlasse das, sonst zwingst Du mich, zur Polizei zu gehen!“ So geht das richtig.

Viele Betroffene befürchten nämlich, danach etwa ein schlechtes Verhältnis zu Arbeitskollegen oder Kolleginnen zu bekommen, von Freunden geschnitten und schlecht gemacht zu werden oder andere Nachteile zu bekommen. Manchmal auch aus Scham wehren sich Opfer nicht klar genug. Sie müssen immer Unannehmlichkeiten in Betracht ziehen, denn Stalker sind ja auch irgendwie gestört. Denn sie entwickeln Besitzansprüche – etwa der Fan, der seinem Idol um die halbe Welt hinterher reist und dafür viel Geld ausgibt.

Er meint, seine Investition müsse sich doch irgendwann rechnen, seine Gefühle sollten doch langsam erwidert werden. Mit Ihrem Nein verletzen Sie unter Umständen auch den Stalker, der sich eingebildet hat, in Sie verliebt zu sein. Darüber können Freundschaften in die Brüche gehen, Arbeitsverhältnisse problematisch werden, Nachbarschaften zum Horror werden. Aber es geht doch schließlich um Sie, um Ihr Leben. Also wehren Sie sich auch klar und deutlich. Das ist Ihr gutes Recht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen